BIOGRAFIE
Johannes
Stephan Wrobel

Visitenkarte

Ein Idealist beobachtet die Welt
| Watching the World by an Idealist*

Life is beautiful, und Freiheit ist bunt



© 2016 Stephan Wrobel, Privat (2010, 2008 oben, 2016 unten).

* Der Titel spielt auf eine Rubrik an mit vermischten Nachrichten aus vielen Wissensgebieten in einer weltweit verbreiteten halbmonatlichen Zeitschrift in Millionenauflage (Redaktion in Brooklyn, N.Y.), für die ich in den 1980er-Jahren in der deutschen Ausgabe (Verlagsort Wiesbaden, später Selters/Taunus) sechs Jahre lang alle Beiträge schreiben durfte (über 24 im Monat, zwei oder drei Manuskripte übernahm und übersetzte ich monatlich aus der englischen Mutterzeitschrift, umgekehrt wurden jeweils ein oder zwei von den deutschen Kurzbeiträgen in der englischen Ausgabe und damit weltweit in zahllosen anderen Sprachen übernommen): "Wachtching the World" (engl.) bzw. "Wir beobachten die Welt" (deutsche Ausgabe). Seinerzeit (1978 – 1998) schrieb ich Beiträge für die beiden bislang am weitesten verbreiteten Zeitschriften der Welt, was ab 1996 in den Hintergrund trat als ich mich mehr der Geschichtsforschung zuwandte.



AUF DIE LEBENSABSCHNITTE in West-Berlin (1960 – 1972) Wiesbaden (1972 – 1984), Selters/Taunus und Brooklyn, New York (1985 – 2008) blicke ich hier mit etwas "Stolz" zurück.

Habe vor allem durch die NS-Geschichtsforschung bei der Watch Tower Society von 1996 bis 2008 viel (kennen)gelernt und als Autor geschrieben (z.B. "12 Jahre – 12 Schicksale", PDF), war u.a. damit an Bewahrungswürdigem für unsere und nächste Generationen beteiligt – dafür bin ich dankbar. Allerdings habe ich dann, Ende 2008, ein neues anderes ausgefülltes (und stilles) Leben begonnen – meine "Forscher"-Vergangenheit und als Autor ist längst "Geschichte", über die ich gewöhnlich nicht spreche, sondern nur hier schreibe.

Einige Freunde und Bekannte wissen davon, andere nicht, was eigentlich keine Rolle spielt. Denn jeder, der mich heute persönlich kennt, kennt mich sicherlich als Person mit einem eigenen, unabhängigen Leben, dem Guten und Schönen zugeneigt, verpflichtet der Mitmenschlichkeit, der Vernunft und Empathie mit Mensch, Tier und Natur – bin also Idealist geblieben. Mag eigentlich über (fast) alles diskutieren, nur über Religion und Politik nicht.
Danke. Bleiben wir positiv und guten Mutes ...

... und gehen jetzt etwas weiter in die Vergangenheit zurück.




Im Internet: Spekulationen und falsche Tatsachenbehauptungen über mich Johannes Wrobel (Privatleben und Geschichtsarbeit)  

Referat (Ausstellungseröffnung) über die Gefangenen mit dem
lila Häftlingswinkel in Auschwitz,
Staatliches Museum Auschwitz-Birkenau (KZ-Gedenkstätte), 21.09.2004.

KURZBIOGRAFIE (Auszug)

| 1972 – 2008: Buchbinder, Sekretär, Bibliothekar; Archivar, Autor und Biograph (Watch Tower Society, deutscher Zweig) ...

... über die KZ-Häftlinge mit dem lila Winkel (darunter viele Frauen, vgl. in KZ-Aussenlagern), siehe Fotos oben und unten in Auschwitz, Ravensbrück und Hamburg-Neuengamme, und andere Verfolgungsopfer sowie  Kriegsdienstverweigerer während des NS-Regimes 1933 1945 und in der DDR 1949 1989, über Menschen, die sich aus Gewissensgründen den (für sie) unannehmbaren Forderungen der Herrschenden verweigerten, unbeugsamen Mut zeigten und dabei ihr Leben riskierten oder verloren – eine wissenswerte Geschichte, die heute Mut macht.

Bei den Recherchen wurde mein Herz nicht bitter, sondern leicht, voller Respekt vor den zumeist einfachen Bürgern mit Zivilcourage während der dunkelsten Epochen der Zeitgeschichte, die niemals vergessen oder ausgelöscht werden sollten – weil sich "Geschichte" wiederholen kann, Diktaturen nicht wiedererstehen dürfen, um unsere Freiheit zu beschneiden und die Würde von Menschen, die "anders" denken, fühlen, glauben oder aussehen, mit Füßen zu treten, ihr Leben zu ruinieren oder auszulöschen ( Deutsches Grundgesetz, Artikel 1).

Eine logische Folge meiner Arbeit war, dass ich die geistige und persönliche Freiheit als Grundrecht noch mehr schätzen gelernt habe!

Ende 2008 habe ich aus eigenem Antrieb und persönlichen Gründen ein neues, unabhängigeres, ruhigeres und "unauffälligeres" Leben außerhalb der Watch Tower Society mit neuen Herausforderungen im Süden Deutschlands begonnen, was meine umfangreichen Geschichtsforschungen zwangsläufig beendete.  Heute denke ich kaum noch an diesen arbeitsreichen Lebensabschnitt zurück (und wenn, dann mit Dankbarkeit und Zufriedenheit), an die Geschichts- und Gedenkarbeit, die vielen Reisen und Referate oder an die zahlreichen Veröffentlichungen, die noch in Umlauf  sind (z.B. im pädagogischen Bereich, wie bereits oben erwähnt). Was man schreibt, das bleibt ... und das ist gut so. ☺


| 2009  –  heute: Nach Neubeginn Selbständiger (Teammanager)


| 1972–2008: Bookbinder, secretary, librarian;
archivist,   writer, Holocaust researcher & historian, biographer (Watch Tower Society, Germany branch): About Jehovah's Witnesses (Bible Students) in National Socialist concentration camps, victims of Nazism, and prisoners during the Communist Era (GDR), for more, please see bibliography, compare more books .

| 2009–today: After restart self-employed (Team Manager).



  

Wulff Brebeck und Kirstin John-Stucke (Kreismuseum Wewelsburg),
Dr. Detlef Garbe* (KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Lehrbeauftragter für Zeitgeschichte an der Universität Hamburg), Johannes S. Wrobel (Geschichtsforschung), James N. Pellechia (Watch Tower Society, Brooklyn N.Y) anlässlich der "Weltpremiere" und Uraufführung der Videodokumentation "Standhaft trotz Verfolgung" an der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück am 6. November 1996.



Die bisherige lange Online-Fassung der literarischen Autobiografie (letzter Stand 1.11.2016) ist zur Zeit offline in Bearbeitung und nur in Auszügen online verfügbar.

Keine Sorge: Auch wenn es bei den Diktaturen um ernsten Lesestoff geht, beschreibe ich das Elend und Grauen nicht,* lediglich die Themen, über die ich 12 Jahre lang geforscht und geschrieben habe (wobei die Standhaftigkeit derer, die ihrem christlichen Gewissen in einer dunklen Zeit tapfer gefolgt sind und unter widrigsten Umständen menschliche Größe zeigten, ermutigend ist und die Herzensbildung fördert). Darüber zu schreiben nach sieben Jahren "Schweigen" (Gelassenheit) schien mir wichtig, reden darüber tue ich sowieso nicht (auch nicht über Religion, wie oben erwähnt), wenn wir uns begegnen – Berührungsängste überflüssig. Ich lebe ein neues unabhängiges Leben seit dem 23. November 2008.

* Manche Menschen leiden unter ihren traumatischen Erlebnissen der Vergangenheit. Verfolgungs- Kriegs- oder Unfallerinnerungen bleiben leider lebenslang, doch wenn die Erinnerungen von Emotionen entkoppelt sind, können Opfer sogar zum Ort des Geschehens ohne Qualen zurückkehren.

Die literarische Biografie, die auch auf mein Leben vor und nach der 12-jährigen Geschichtsarbeit mit etwas Humor gewürzt ausführlicher eingeht, spiegelt Ernsthaftigkeit, manche Fröhlichkeit und positives Denken wider, was auch hier der Geist des Schlussgedankens ist!

Inhaltsverzeichnis

Einführung & Preface
Falschinformationen über mich



ÜBERSICHT


1960
1972 (Berlin): Hauptwohnort West-Berlin, Schulzeit, Auslandsaufenthalte (Schweden, Österreich, Spanien, Italien, Israel). Gottesdienstliche Tätigkeiten als Lebenszäsur: Einige Monate in St. Johann in Tirol (1970) und Bruneck/Südtirol (1971), halbamtlich in Berlin (ab 1. Oktober 1970); hauptamtlich in Wiesbaden (ab 14. Oktober 1972) bei der Watch Tower Society, deutscher Zweig.

1972 – 1984 (Wiesbaden): Hauptwohnsitz Wiesbaden, Arbeiten rund um's Buch (Groß- und Handbuchbinderei), Sekretariat (Verwaltung, 1977/1978), Hausbibliothek und Redaktionsabteilung (ab 1979).

1984 – 1996 (Selters/Taunus): Umzug der Gesellschaft nach Niederselters (1984/85). Hauptwohnsitz Selters/Taunus, weiterhin Sachbearbeiter (Korrespondenz), Autor, Artikelschreiber und Bildredaktion (Zeitschriften), u.a. Lebensberichte und Interviews, deutsch/englisch ( Geschichtsforschung).

1996 – 23. November 2008 (Selters/Taunus): Archivar, Biograph und Sachautor (religiöse Verfolgungsopfer unter Diktaturen). "Geschichtsarchiv"-Gründung in Selters/Taunus, Unterstützung durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der stetig wachsenden Archivarbeit, Korrespondenz und den Projektrealisierungen sowie dem NS-Opferentschädigungsprogramm Schweizer Banken/USHMM, mit der Zeit ein größer werdendes und fleißiges Team, das mir den Rücken freihielt und somit half, mich auf Kontakte, Referate, Artikel und Publikationen zu konzentrieren, um damit ein bleibendes Gedenken und öffentlich zugängliche Forschungsgrundlagen zur Opfergruppe insgesamt zu schaffen.

Kontakte mit zahlreichen Zeitzeugen und Opfern der NS-Diktatur und DDR sowie vielen Historikern, nicht zuletzt mit Dr. Detlef Garbe* ( KZ-Gedenkstätte Neuengamme), Wulff Brebeck und Kirsten John-Stucke ( Kreismuseum Wewelsburg), siehe Foto oben am 6. November 1996 an der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück.

* Dr. Detlef Garbe (Hamburg) hat ein akribisch recherchiertes, gigantisches akademisches Standardwerk, das mir stets Vorbild blieb, zu den damals noch "vergessenen Opfern" verfasst: Zwischen Widerstand und Martyrium. Die Zeugen Jehovas im "Dritten Reich" ( 1993 ff., engl. 2008). Seinerzeit gab es leider noch keine befriedigende Zusammenarbeit mit Historikern von seiten der Watch Tower Society, deutscher Zweig  (anders im US-amerikanischen Hauptbüro), was sich erst 1996 vor allem durch das "Geschichtsarchiv" in Deutschland und Österreich verbessern sollte. An die Kontakte und Zusammenarbeit mit Dr. Detlef Garbe denke ich noch immer gern, ebenso an viele andere Historiker und Researcher, die engagiert für das Gedenken an die "vergessenen Opfer" des NS-Regimes gearbeitet haben – wie u.a. in Wewelsburg, Ravensbrück, Dachau, Sachsenhausen und Staffordshire (England) sowie nicht zuletzt im United States Holocaust Memorial Museum (USHMM) in Washington, D.C. und in Brooklyn, N.Y. (USA).

In Englisch und Deutsch Mitarbeit an der
Videodokumentation Jehovah's Witnesses Stand Firm Against Nazi Assault / Standhaft trotz Verfolgung – Jehovas Zeugen unter dem NS-Regime, Aufenthalt in New York City (Januar – März 1996).

Synchronisierung des Videofilms in Emmen, Niederlande (Mai 1996). Danach Planung und Realisierung der "Weltpremiere" und Uraufführung des Videofilms an der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück in Deutschland aufgrund einer Einladung der damaligen Leiterin Prof. Dr. Sigrid Jacobeit ( 6. November 1996) und in der TU Berlin, Zentrum für Antisemitismusforschung, Leiter Prof. Dr. Wolfgang Benz ( 7. November 1996). (Zur positiven Resonanz auf die Uraufführung, vgl. mein Kurzreferat im Kurhaus Wiesbaden, Pressekonferenz 27. Januar 1997.)

Weltweite Verbreitung des Stand Firm-Videofilms letztlich in über 100 Sprachen durch die Watch Tower Society, Vorführungen in Schulen und Bildungseinrichtungen in einigen Ländern, auch unter Teilnahme von Zeitzeugen. (Vgl. Zeitzeugenbesuche heute in Schulen in Österreich.)

Zu der Videodokumentation gehörte eine
Ausstellung über die nationalsozialistische Verfolgung der Bibelforscher oder Zeugen Jehovas, die mit drei Sets als Wanderausstellung konzipiert wurde (auch in anderen Sprachen) – im Laufe der Jahre fanden über 1.000 Ausstellungen statt, darunter im Januar 2003 im Landtag Düsseldorf und im Rathaus der Stadt Mainz (s.a. unter "Referate" und Stand 1997, vgl. Tagesspiegel, 18.08.1999). Begleithefte zur Ausstellung standen kostenlos in Deutsch und Englisch zur Verfügung.

Ebenso Konzipierung einer Dauerausstellung zur Verfolgungsgeschichte der Zeugen Jehovas in der SBZ/DDR in der Forschungs- und Gedenkstätte Normannenstraße in Berlin ( 3. Juni 1999), dazu ein Faltblatt für Besucher.
 
Oder später einer  Sonderausstellung in Deutsch und Englisch:
Lila Winkel in Ravensbrück – Zeugen Jehovas (Bibelforscher) im Konzentrationslager / Purple Triangle at Ravensbrück – Jehovah's Witnesses in Concentration Camp in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück ( eröffnet am 28. Februar 2007).

Zahlreiche eigene
deutsche und englische Fachveröffentlichtungen und Publikationen (und Beiträge oder Mitarbeit; Buchbesprechungen, z.B. Anita Farkas) zur staatlichen Verfolgung und Tötung von Andersdenkenden und Verweigerern aus Gewissensgründen unter dem NS-Regime und in der DDR, vgl. Bibliographie.*

* Dazu geringfügig von meiner Seite auch zu Osteuropa und zur Sowjetunion, siehe Anhang in:
Gerhard Besier / Clemens Vollnhals (Hgg.): Repression und Selbstbehauptung: Die Zeugen Jehovas unter der NS- und der SED-Diktatur, Berlin 2003, S. 384-395.

Beiträge in Lexika, wie im
Marienlexikon (1994)
– Lexikon der Hamburger Religionsgemeinschaften. Religionsvielfalt in der Stadt von A-Z
(1994)
Magdeburger Biographisches Lexikon
(2002)
Der Ort des Terrors. Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager, Beiträge in Band 2 (2005) und Band 4 (2006).

Leserbriefe: "Die Zeugen Jehovas gehörten zu den Opfern." Rubrik Briefe an die Herausgeber. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16. Juni 2000, S. 51 ( Übersetzungen).

In Zusammenarbeit mit Kirsten John-Stucke (Kreismuseum Wewelsburg) und Dr. Michael Krenzer (Pädagoge) entstand
für die pädagogische Arbeit die bis heute unentgeltlich abzugebene Broschüre 12 Jahre – 12 Schicksale. Fallbeispiele zur NS-Opfergruppe Jehovas Zeugen in Nordrhein-Westfalen 1933-1945, Arbeitskreis NS-Gedenkstätten NRW e.V. (Hg.), Münster 2006 ( Infos und dort online als PDF herunterzuladen), mit einer Einführung (John-Stucke), didaktischen Hinweisen (Krenzer) und einem Grußwort des Ministerpräsidenten des Landes Nord-Rhein-Westfalen Jürgen Rüttgers. Pressegespräch in der Villa ten Hompel, Münster am 4. Dezember 2006 ( Artikel, weiterer Artikel).*

*Den Anstoß für die Publikation gab die oben erwähnte Begleitausstellung im Landtag Düsseldorf, dort damals unter dem Titel "Erinnern für die Zukunft" gezeigt, die Landtagspräsident Ulrich Schmidt am 22. Januar 2003 eröffnete (s.a. Landtag Intern 1/2003, S. 19).

Zum bleibenden Gedenken gehören weitere Veröffentlichungen und Buchprojekte.

Im Autorenkollektiv mit dem Historiker Dr. Hans Hesse als Herausgeber
Veröffentlichung von zwei umfangreichen Büchern (dazu die Unterstützung bzw. Mitarbeit bei den veröffentlichten Biografien von Ewald Kaven, Meta Kluge [Gedichte] und anderen Verfolgten):

Zum einen das Sammelwerk (die Beiträge auf Fachtagungen in Wewelsburg, Hamburg und Frankfurt/Main im Oktober 1997), "Am mutigsten waren immer wieder die Zeugen Jehovas" – Verfolgung und Widerstand der Zeugen Jehovas im Nationalsozialismus, Bremen 1998 (1. Aufl.), 2000 (2. Aufl.). Das Buch wurde in Englisch, Französisch und Polnisch übersetzt:
– Persecution and Resistance of Jehovah' Witnesses During the Nazi-Regime 1933–1945,
Bremen 2001,
Persécution et résistance des Témoins de Jéhovah pendant le régime nazi 1933–1945, Esch-sur-Alzette 2005,
– "Najodwazniejsi byli zawsze Swiadkowie Jehowy" – Przesladowania I sprzeciw Swiadków Jehowy w okresie rezimu hitlerorwskiego,
Wroclaw 2006.

Ebenso in Zusammenarbeit mit Dr. Hans Hesse (und Jürgen Harder) Verfassen von Teilen des Buches "Und wenn ich lebenslang in einem KZ bleiben müßte." Die Zeuginnen Jehovas in den Frauenkonzentrationslagern Moringen, Lichtenburg und Ravensbrück, Essen 2001, das die Historie der drei Frauen-KZ und Einzelschicksale behandelt sowie Gedichte der gefangenen Frauen enthält.

Ich habe auch mit dem Historiker Dr. Hubert Roser (Karlsruhe) an seinem Buchprojekt Vergessene Opfer. Die Zeugen Jehovas, der Nationalsozialismus und die Schweiz teilgehabt (ab 2001). Mein Manuskript behandelt das 1938 in der Schweiz veröffentlichte
Buch Kreuzzug gegen das Christentum, das die Gräuel der Nationalsozialisten an den deutschen Zeugen Jehovas entlarvt und eine anerkennende Expertise des Nobelpreisträgers Thomas Mann über das Buch enthält. (Die Herausgabe unserer Manuskripte scheiterte dann unerwartet kurz vor dem Druck 2003.)

Nach guter Zusammenarbeit mit Marcus Herrberger dann am 11. März 2005 in Wien die Präsentation seines Buches, Denn es steht geschrieben: "Du sollst nicht töten!" Die Verfolgung religiöser Kriegsdienstverweigerer unter dem NS-Regime mit besonderer Berücksichtigung der Zeugen Jehovas (1939-1945).*

* Durfte das Kapitel über Abschiedsbriefe beitragen (und das Gesamtverzeichnis der Hingerichteten, unter Mitarbeit meines fleißigen Teams im Geschichtsarchiv) und stellte beeindruckt fest: "Die letzten Gedanken der zum Tode verurteilten Zeugen Jehovas – einem Stück Papier anvertraut in der Erwartung, dass sie die Lieben daheim erreichen werden – sind sehr persönliche Zeugnisse. Die Briefe spiegeln eine ergreifende Tapferkeit, enge familiäre Bindungen sowie eine Bibelfestigkeit und urchristliche Glaubenszuversicht wieder, die offenbar Berge von starken Emotionen – wie Abschiedsschmerz und Todesangst – zu versetzen vermochte."

Begann die Pflege einer Online-Quellensammlung in Deutsch und Englisch (dazu Abschriften von Inhaltsverzeichnissen engl. Fachquellen u.a.) zur Verfolgungs-Thematik  (bis 2008). Ebenso des
Online-Literaturverzeichnisses und Beiträge zu Repression und Selbstbehauptung: Die Zeugen Jehovas unter der NS- und der SED-Diktatur, Gerhard Besier / Clemens Vollnhals (Hrsg.), Duncker & Humblot ( Zeitgeschichtliche Forschungen, Band 21), Berlin 2003 ( Buchinfo).

Unter
Fachartikel wäre u.a. zu erwähnen, "Die nationalsozialistische Verfolgung der Zeugen Jehovas in Frankfurt am Main", Kirchliche Zeitgeschichte. Internationale Halbjahresschrift für Theologie und Geschichtswissenschaft, Vandenhoeck & Ruprecht, KZG 16, Heft 2/2003, der wie andere Arbeiten viele lokale Einzelschicksale behandelt.

Unterstützung von Filmemachern (und Filmdokus), wie Fritz Poppenberg* und Stefanie Krug ("Fürchtet euch nicht", 1997) sowie Loretta Walz (Spurensuche mit Gertrud Poetzinger, 2002; Die Frauen von Ravensbrück, 2005).

* Der bemerkenswerte Fernsehfilm "Unter Jehovas Schutz" (1988) von Fritz Poppenberg, ein frühes Zeugnis der filmdokumentarischen Geschichtsaufarbeitung, gehört zu der sechsteiligen SFB-Serie "Frauen, die nicht vergessen". Das Erste Deutsche Fernsehen (ARD) sendete die Filmdokumentation am 6. April 1989. "Unter Jehovas Schutz" ist ein Ausspruch von Ilse Unterdörfer und Elfriede Löhr, zwei Zeuginnen Jehovas, die unter dem NS-Regime inhaftiert waren. Während sie von Berlin zur Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück reisen, zeigt der Film, wie sie sich an ihren Widerstand aus christlicher Überzeugung und die Stationen ihres Leidensweges erinnern. (Vgl. Die Welt, 21.10.1999, Prof. Dr. Gerhard Besier über Filmdokus von Fritz Poppenberg.)

Nicht öffentliches,
zusammenfassendes Referat zum Sachstand vor dem Beirat der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin ( 19. Juli 2001.)

Öffentliche Referate im In- und Ausland (Deutschland, Österreich, Großbritannien, Schweden, Polen, Russland, Israel, USA), zum Beispiel in
– Stadthallen (z.B. Wilhelmshaven, 26. Mai 1999)
– Rathäusern (z.B. Berlin-Schöneberg, 6. April 1999)
– NS-Dokumentationszentren (z.B. der Stadt Köln,  13. November 1998),
– KZ-Gedenkstätten (z.B. Bergen-Belsen, 18. April 1998)
– Museen (z.B. im Germanisches Nationalmuseum Nürnberg, 10. November und 12. November 1998)
– im Amtsgericht Hannover ( 5. Februar 2007)
– im Sony Pictures Europe House, Golden Square, London (20. Januar 1998)
– im United States Holocaust Memorial Museum (USHMM), Washington D.C. ( 5. Oktober 2006, als Interview, s.a. unten).

In Verbindung mit Memorialtafeln und Gedenksteinen für die NS-Opfergruppe mit dem lila Häftlingswinkel in den KZ-Gedenkstätten
– Sachsenhausen bei Berlin ( 18. September 1999)
– Buchenwald bei Weimar (9. Mai 2002)
– Dachau bei München ( 8. August 2003)
– Neuengamme in Hamburg ( 23. April 2006).
Enthüllung einer Gedenkstele der Stadt Frankfurt am Main ( 5. September 2005).
Straßenschildübergabe "Franz-Saumer-Weg" durch die Stadt Moers (28. April 1999).

Feierliche Übergabe des Denkmals für die NS-Opfergruppe in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme Hamburg, 23. April 2006, mit Kultursenatorin Prof. Dr. Karin von Welck, Zeitzeuge Richard Rudolph, Dr. Detlef Garbe und Johannes Stephan Wrobel (Entwurf).


Sowie Referate in
Universitäten als Gastgeber (oder als Konferenzort), zum Beispiel
– Russian State Humanitarian University, Moskau (Holocaust Foundation Russia, 5. Mai 1997),
– Staffordshire University, Stafford, England (The Institute of Holocaust and Genocide Education and Research, 22. Februar 2004; Fachtagung auf Einladung von Prof. Dr. Christine E. King).
– Universität Wien ( 11. März 2005, Colloquium Buch-Präsentation).

Unterstützung von
Fachtagungen durch Aufsätze, wobei die Beiträge der Referenten später gesammelt veröffentlicht wurden (vgl. hier auch den oben genannten Sammelband "Am mutigsten waren immer wieder die Zeugen Jehovas", Herausgeber Dr. Hans Hesse, 1998), zum Beispiel:
– vom 3. bis 5. November 2000 in Heidelberg auf Einladung von Prof. Dr. Gerhard Besier. Die Beiträge erschienen danach in Repression und Selbstbehauptung: Die Zeugen Jehovas unter der NS- und der SED-Diktatur, Berlin 2003.*

* Hier mein Aufsatz zum DDR-Strafvollzug; die Kurzchroniken zur NS- und SBZ/DDR-Zeit und zu Osteuropa und der Sowjetunion sowie eine Literaturliste, auch online zu finden, im gedruckten Anhang des Sammelbandes anonym.

Unterstützung von zahlreichen
Ausstellungsprojekten im In- und Ausland (auch Dauerausstellungen in KZ-Gedenkstätten) durch Exponate und Informationen, zum Beispiel
– im Deutschen Historischen Museum in Berlin (1999, 2002 und 2006)
– im Badischen Landesmuseum in Karlsruhe (2002)
– im Architekturmuseum der TU München in Verbindung mit dem Stadtarchiv München (2006)
– Wanderausstellung der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, Berlin (2007),
– im Landgericht Magdeburg ("Justiz im Nationalsozialismus", 2008/2009)
– in der Dokumentation Obersalzberg, Berchtesgaden (Institut für Zeitgeschichte, München/Berlin, im Auftrag des Freistaats Bayern)
– im United States Holocaust Memorial Museum, Washington D.C. (USHMM)
– im Imperial War Museum in London (Eröffnung, 6. Juni 2000 durch die Queen, wo ich Gelegenheit hatte, den Prinzgemahl zu sprechen).

Dazu gehörten
Workshops im In- und Ausland, zum Beispiel Referate
– in Magdeburg ( 13. März 2006),
– oder anläßlich The Second International Conference on the Holocaust and Education, The International School for Holocaust Studies, Yad Vashem, Jerusalem (13. Oktober 1999).

Für die
Werke in Englisch wäre hier u.a. zu nennen, veröffentlicht in Religion, State & Society, vol. 34, no. 2, Juni 2006:
– "Jehovah's Witnesses in National Socialist Concentration Camps, 1933-1945" (S. 89-125),
"Jehovah's Witnesses in Germany: Prisoners during the Communist Era",  (S. 169-190) (Zeugen Jehovas im Strafvollzug der DDR, in Deutsch 2003, Duncker & Humblot, Zeitgeschichtliche Forschungen, Band 21).

Interview im United States Holocaust Memorial Museum (USHMM), Washington D.C., Public Program: "Honor and Remember Jehovah's Witness Victims of The Nazi Era," ( video) am 5. Oktober 2006.

Dazu gesellten sich Manuskripte über die
Anfänge der Religionsgemeinschaft in Deutschland in Elberfeld und Barmen (veröffentlicht durch das Stadtarchiv Wuppertal) oder in den Vereinigten Staaten als Exkurs bei Dr. Waldemar Hirch über die "Zersetzungs"-Taktik des Staatsicherheitsdienstes (MfS/Stasi) in der DDR. Beim Stichwort "DDR" soll eine Veröffentlichungen mit Dr. Gabriele Yonan, zu deren scharfsinnigen Expertisen ich eine Chronik zur DDR-Verfolgung und kommentierte Biografien von Verfolgten beisteuerte, nicht unerwähnt bleiben.

Mein
letztes Referat fand am 9. Oktober 2008 statt, "'Wohin diese Transporte gingen, erfuhren wir nicht.' Die Ermordung von Zeugen Jehovas in Bernburg während des NS-Regimes. Eine Spurensuche", Gedenkstätte für Opfer der NS-Euthanasie Bernburg in Sachsen-Anhalt.

Damit enden 12 Jahre Geschichts- und Gedenkarbeit sowie meine Mitarbeit bei der Watch Tower Society, deutscher Zweig, in Selters/Taunus. Denn am 23. November 2008 beginne ich aus eigenem Antrieb ein anderes ausgefülltes Leben mit neuen Herausforderungen im Süden Deutschlands!

 BIBLIOGRAPHIE


23. November 2008 – heute (Baden-Württemberg, Bayern):
Zweite Lebenszäsur und Neuorientierung, Aufgabe der Ordenszugehörigkeit.*

* Kein "Sektenausstieg" – ich gehörte keiner Sekte an, auch meine inzwischen verstorbenen Eltern nicht, sondern einer im Land Berlin und in anderen Bundesländern als Körperschaft des öffentlichen Rechts anerkannten Religionsgemeinschaft. Online bzw. digital und analog sind übrigens viele antiquierte Falschaussagen über die moralisch konservativen und bibeltreuen Zeugen Jehovas zu lesen, die ihre Kinder gewaltfrei erziehen, was jeweils auf dem zeitlichen Horizont des Denkens und Handelns der übrigen Bevölkerung zu beurteilen ist, zum Beispiel was die alttestamentliche "Rute der Zucht" ( Sprüche 22,15, d.h. die elterliche Autorität, ähnlich dem alten Hirtenstab, mit dem Schafe nicht geprügelt sondern geleitet wurden) für Kinder in der Vergangenheit anbelangt, und nicht punktuell durch Aussteiger (mit Frust, Emotionen, subjektiven Wahrnehmungen und Projektionen), Einzelfälle und die religiöse "Konkurrenz".

Rückzug ins Privatleben, neue Heimat, neue Freunde gesucht und gefunden.

"Photo Comedian" (Hobby) unter einem Künstlernamen mit über 1.000 fotografischen "Augen-Blicken" auf einem sozialen Netzwerk – vielfach unterwegs gesehen (z.B. Katzen-Foto unten), positive und oft humorvolle Schnappschüsse. Oder geknipste "Wetterbilder" des schönen Berges Hochstaufen, den ich praktisch direkt vor Augen habe.

Die in der literarischen Autobiografie (z.Z. offline in Bearbeitung) erwähnte angestrebte "Leichtigkeit des Seins", Ernsthaftigkeit und manche Fröhlichkeit, eine positive und zuversichtliche Grundhaltung kann ich sicherlich durch meine Bildwerke intuitiv zum Ausdruck bringen – Ausdruck ist Kunst.

Selbständigkeit seit 2009, Teammanager seit 2011 in fünf Landkreisen: Berchtesgadener Land, Traunstein, Rosenheim, Mühldorf am Inn und Altötting.

Führe ein durchaus stilles und bescheidenes sowie noch immer ein relativ glückliches oder zufriedenes Leben mit mir selbst und mit anderen. Zunächst unter Schwaben und seit April 2011 unter Bayern und Österreichern mit Alpenpanoramablick in Freilassing und in Nachbarschaft zu Salzburg, oft auch in Bad Reichenhall. Motto: Life is beautiful, und Freiheit ist bunt. Das war's. (Die literarische Autobiografie enthält mehr Details.)

PS: Mein kleines "stilles" Leben ... naja, bis auf ein Riesenproblem momentan mit der Störung meiner Ruhe durch eine Klage in Österreich, weil ich im Juli in Salzburg offenbar auf einem "Kundenparkplatz" geparkt habe, was überhaupt  Firmen und Privatleute in Österreich zum Anlass nehmen, "Parksünder" durch Anwälte kräftig zur Kasse zu bitten, wobei alle zufrieden sind bis auf den Geschröpften, und wenn die Sache dann schlecht für mich ausgeht vor dem Bezirksgericht Salzburg, dann auch Störung meines bescheidenen finanziellen Besitzes, eine "Besitzstörung" in Deutschland durch Österreicher quasi, von der Antastung der Menschenwürde durch die Unverhältnismäßigkeit der Mittel ganz zu schweigen ...  (Aber darüber vielleicht ein andermal mehr, schaun mer mal, wie die Sache am 16. Dezember ausgeht, sofern die Gegenseite die Klage nicht komplett zurücknimmt, was eigentlich das Vernünftigste und die Voraussetung wäre, um zu einem einvernehmlichen Vergleich zu kommen.)


© 2015 Stephan Wrobel 
© 2015 Stephan Wrobel

Unterwegs gesehen als "Photo Comedian" (den Begriff  hatte ich mir für meine Art Knipserei ausgedacht, um später festzustellen, dass er schon existiert) mit dem Smartphone in Piding (16.04.2015). Nicht die erste, nicht die letzte Katze ...
(dazu gibt's hier vielleicht einmal einen Exkurs, wenn ich die Zeit finde ...).

Inhaltsverzeichnis
Einführung & Preface





 
"Freilassinger Anzeiger / Reichenhaller Tagblatt", 2. März 2016 (Ausriss): Stephan Wrobel (Mitte, der Mann mit der Mütze ...) am 18. Februar 2016 bei einem Gruppenkochevent in der Montessorischule Freilassing, Gastgeber "Freilassing is(s)t: interkulturell, vegan".


Foto: 18. Februar2016




  Impressum:

Stephan Wrobel
Augustinerstraße 11
83395 Freilassing
    DEUTSCHLAND




Stand 9.12.2016 22:00

(Texte [bezieht sich vor allem auf die lange Fassung der literarischen Autobiografie, die inzwischen offline ist]
unterliegen zur Zeit der Korrektur, Aktualisierung und Erweiterung!

Speichern oder Ausdrucken meiner Biografie daher zwecklos
und gegenwärtig nicht gestattet, es gilt der jeweils letzte Online-Textstand/Datum/Uhrzeit,
Gerichtsort ist Laufen an der Salzach oder Traunstein. ☺
Siehe Nutzungsbedingungen und Haftungsausschluss.)

© 2016 Johannes Stephan Wrobel. Alle Rechte vorbehalten

Online-Visitenkarte
Geschichtsforschung (1996–2008)




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